„Es gibt keine Softwareidee, die noch nicht programmiert ist oder an der noch nicht gearbeitet wird.“

Dieses Zitat fiel vor einigen Jahren bei einem Kundengespräch auf Seiten individualdes Kunden und hatte zur Folge, dass dort vermehrt fertige Softwareprodukte als Problemlösungen eingekauft wurden.

Kennen Sie das? Ihnen fällt bei der 7. Eingabemaske von 12 auf, dass in der 3. Eingabemaske im 4. Tab eine Änderung aufgrund neuer Informationen, die sich im Laufe der Eingabe herauskristallisiert hat eine Änderung vorgenommen werden muss. Sie können nicht zurück, da das Programm dies nicht anbietet. Teile sind zwischengespeichert und der gesamte Vorgang muss storniert und neu eingegeben werden. Spätestens hier wünscht sich jeder eine Vereinfachung.

Aktuell haben wir vermehrt Anfragen von Kunden, die nicht die passende Software am Markt finden und sich eine maßgeschneiderte Anwendung für spezielle Arbeitsgebiete wünschen. Interessanter Weise bekommen wir diese Anfragen in den Bereichen Unternehmenssoftware und Warenwirtschaft. Das ist bemerkenswert, da diese Sparten von namhaften Herstellern wie SAP*, Oracle*, Microsoft*, Sage* und anderen durchaus gut besetzt sind. Natürlich hätten die Kunden unter diesen Anbietern ein Produkt finden können, das die geforderten Aufgaben erledigen kann. Oftmals müssen dann trotzdem Anpassungen vorgenommen werden, um Schnittstellen zu bestehende Datenbanken umzusetzen. Alternativ müssen bestehende Daten in das neue System importiert werden. Dies verläuft selten reibungslos und ist besonders dann mit einem größeren Aufwand verbunden, wenn sich Feldinhalte nicht auf einfache Weise programmatisch konvertieren lassen.

Die Erfahrung zeigt, dass die Gesamtkosten eines Softwarepaketes bestehend aus Anschaffung, Installation, Anpassung, Programmieren der Schnittstellen, Datenimport und notwendiger Schulungen der Mitarbeiter das Kostenniveau einer individuellen Programmierung durchaus übertreffen können. Der Vorteil größerer Softwarebaukästen wandelt sich hier in einen Nachteil. Kunden müssen aufgrund der Komplexität bestehender Unternehmenssoftware die eigene Arbeitsweise an das Programm anpassen. Individuelle Programmierung zeichnet sich dadurch aus, dass die Anwendung in Zusammenarbeit mit dem Kunden entsteht. Die Mitarbeiter können ihre bisherige bewährte Arbeitsweise in den meisten Fällen beibehalten. Dadurch verringert sich der Schulungsaufwand erheblich. Auch bestimmt der Kunde, ob und wann er eine Erweiterung oder Aktualisierung seiner Anwendung wünscht. Aktualisierungen bei Softwarepaketen können oftmals nicht ausgelassen oder übersprungen werden, da Versionskompatibilität nur 1-2 Versionen vom Hersteller angeboten / garantiert wird.

Trotz vieler Vorteile einer individuellen Programmierung würde es sich nicht rechnen komplette Warenwirtschaftssysteme oder Unternehmenssoftwarepakete nach seinen Bedürfnissen neu programmieren zu lassen. In SAP und Co stecken viele hundert oder sogar tausend Mannjahre Entwicklung. Ebenso sind viele Jahre Einsatz in den Unternehmen in die Entwicklung eingeflossen. Für die Zusammenarbeit einzelner Produkte eines Herstellers gibt es vordefinierte Schnittstellen und Datenübertragungsdienste.

Sowohl individuelle Programmierung als auch Softwarepakete haben ihre Daseinsberechtigung. Als Dienstleister helfen wir Ihnen gerne. Sowohl bei der Entscheidungsfindung als auch für Installationen und Einrichtungen von Softwarepakten. Wir können Ihnen ebenfalls Dienstleistungen anbieten um z.B. „gewachsene“ Einzelplatzanwendungen, die oft als Excel oder Access vorliegen, nach Ihren Wünschen in Mehrbenutzer fähige und Web taugliche Anwendungen zu programmieren.

*SAP, Oracle, Microsoft und Sage sind eingetragene Warenzeichen