Haben Sie schon einmal über den Energieverbrauch Ihrer IT-Geräte nachgedacht? Läuft die gesamte IT-Infrastruktur Ihres Unternehmens unter Nutzung von Green IT und sind Ihre Geräte mit dem Blauen Engel gekennzeichnet?

Nein? Sie wissen nicht was gemeint ist, sparen bisher keine Energie und schonen die Umwelt nicht beim Umgang mit IT und Technologie?

Dann wird dieser Artikel für Sie aller höchste Zeit!

Was das Ignorieren von Green IT anrichtet

2 Beispiele:

  1. Endgeräte:
    Mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnete Desktop-PCs benötigen zwischen 50 und 75 Prozent weniger Leistung als die marktüblichen Computer.Bei mobilen Computern sind sogar Einsparpotenziale von 60 Prozent möglich. Pro Gerät könnten Verbraucher also jährlich zwischen 20 und 30 Kilowattstunden sparen. Insgesamt wäre das eine enorme Einsparung von Energie zu Gute der Umwelt. Gäbe es ausschließlich PCs, mobile Rechner und Displays mit dem Umweltzeichen Blauer Engel, könnten allein in Deutschland bis zu 7 Terawattstunden (TWh) Elektrizität eingespart werden.
    Der Anteil der Verbraucher, vor allem Unternehmer denen das bewusst ist und die auf Green IT setzen, ist jedoch viel zu gering!Welcher Schaden dabei angerichtet wird, bedenkt leider nur die Unterzahl:
    „ Energiesparrechner würden zwei Kohlekraftwerke einsparen! “Denn die vorraussichtliche Energie Einsparung von 7 TWh entspricht der Stromerzeugung von etwa zwei mittelgroßen Kohlekraftwerken! Das entspricht einem Reduktionspotenzial von CO2 zwischen zwei und drei Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr.
  2. Rechenzentren:Noch schädlicher für die Umwelt? Ohne Green IT, ja!

    „ In Deutschland verbrauchen Rechenzentren und Großrechner insgesamt so viel Energie wie vier mittelgroße Kraftwerke. “


    Oft wird die Kühlung sogar noch mit fossilen Energieträgern betrieben, was die Umwelt besonders belastet. Das Umweltbundesamt belohnt aus diesem Grund mit ihrer Green-IT-Strategie Behörden oder Firmen mit dem Blauen Engel, vorausgesetzt sie sparen Energie.

Erzeugte Energie weiter verwerten: Mit bestem Beispiel voran

Der enorme Energieverbrauch und Einsatz von Hochleistungs-Rechenzentrum, erzeugt auch viel Energie. Diese erzeugte Energie kann weiterverwertet werden. Als gutes Beispiel dient der entstehende Green IT Cube am GSI Helmholtzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt. Künftig soll der Green IT Cube eines der leistungsfähigsten wissenschaftlichen Rechenzentren der Welt sein.
Gebraucht wird er für physikalische Simulationen sowie für die Auswertung der Daten, die in einigen Jahren gleich nebenan ein mehr als ein Kilometer langer, unterirdischer Teilchenbeschleuniger namens FAIR liefern soll.

Da der Energieaufwand für das neue Physiker-Rechenzentrum ist sehr groß ist, dient er gleichzeitig als Wärmekraftwerk für ein neues Büro-und Kantinengebäude mit mehr als 1.000 Wissenschaftlern nebenan. Dadurch wird das gesamte Gebäude im Winter von den Rechnern des Rechenzentrums geheizt und im Sommer wird zusätzlich Kühlung abgegeben.

Weiterhin läuft momentan die Architekturplanung darüber, viele weitere Gebäude auf dem großen Physik-Campus am Darmstädter Teilchenbeschleuniger mit Wärme oder Kälte zu versorgen.

Damit geht der zukünftige Green IT Cube mit bestem Beispiel zur Umsetzung von Green IT und der Verwertung der Energie voran.

Green in IT: Möglichkeiten der Reduzierung des Energieverbrauchs in Ihrer IT

Der Umgang mit Computern, ob privat oder im Büro, ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger ist es daher, dass alle IT-Geräte wie Computer und Tastaturen allen Ansprüchen moderner Büroarbeit genügen, umweltfreundlich sind und die Gesundheit der Nutzerinnen und Nutzer nicht negativ beeinflussen.

Bei der Herstellung von Computern, Laptops und Tastaturen werden viele Rohstoffe unter hohem Energieaufwand verwendet. Diese Rohstoffe gelten oft als knappe Materialien und deren Gewinnung geht mit erheblichen Umweltauswirkungen einher. Beispielsweise seltene Erden, Gold, Indium, Kobalt oder Tantal sind für moderne Technologien besonders wichtig.
Damit sich der Verbrauch rentiert und eine ressourceneffiziente Wirtschaft entsteht, müssen die IT-Geräte lange genutzt werden können, um auch einen möglichst hohen Nutzen aus den einmal verwendeten Rohstoffen zu ziehen. Computer mit dem Umweltzeichen, erfüllen beispielsweise durch ihre Reparaturfähigkeit und die Möglichkeit des Aufrüstens diese Voraussetzung. Des Weiteres erfüllen sie strenge Anforderungen an recyclinggerechte Konstruktion und Werkstoffwahl. Umweltbelastender Materialien werden vermieden und es entstehen geringe Geräuschemissionen.
Das alles schont die natürlichen Ressourcen und begünstigt die Rückgewinnung der eingesetzten Materialien.

Serverräume:

Viele Serversysteme sind auf Spitzenbelastungen ausgelegt und daher die meiste Zeit über nur zu einem geringen Prozentsatz ausgelastet. Durch eine Zusammenführung von Systemen und kann dies zu Gunsten der Umwelt optimiert werden. Auch effiziente Virtualisierung kann zur besseren Kapazitätsauslastung beitragen. Die Energieeffizienz der Kühlsysteme kann überprüft und ggfs. verbessert werden.

Green IT: Energiesparen mit „Cloud Computing“

Das „Cloud Computing“, also das Prinzip, Programme und Funktionen des eigenen Computers in das Internet auszulagern und dabei auch Speicherkapazitäten mit anderen zu teilen ist besonders Energiesparend! Auf der Cloud Grundlage reichen also kleinere, teils mobile Geräte, um mit großen Datenmengen umzugehen. Weiterhin geht es bei der Green IT und Nachhaltigkeit um das gemeinsame Nutzen rein virtueller Räume, wie zum Beispiel die weltweit größte Computerschau „Cebit“ in Hannover verdeutlicht. Dort werden beispielsweise neue Ideen und Programme für Videokonferenzen vorgestellt, welche unnötige Flüge verhindern und Business-Treffen klimafreundlich an den eigenen Schreibtisch verlegen sollen.

Letztendlich lässt sich die Green IT in jedem noch so kleinen Unternehmen relativ einfach umsetzen. Ob, durch die Entwicklung zum möglichst papierlosen Büro durch den Versand von eRechnungen und die Nutzung von eDokumenten oder durch Virtualisierung, Cloud-Computing sowie durch Telefon- und Videokonferenzen, die Dienstreisen teilweise ersetzen können.

Weitere Tipps zum Strom- und Energiesparen erhalten Sie gerne von unseren IT-Experten!

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